Flüssig und kühl und bitte mit Schuss! Das Lieblingsaccessoire für den Abend

 

Es ist Donnerstagabend und die Luft beginnt vor lauter Menschen zu pulsieren. Das Nachtleben wartet schon auf die vielen Tübinger, nur stellt sich für alle die wichtige Frage:

Was muss ich unbedingt mitnehmen? Dazu haben wir uns an der Neckarbrücke und Neckarinsel umgesehen, da hier die Menschenmenge es dem Neckar gleichtut und Tübingen durchströmt.

Vereinzelt sieht man noch Menschen ihr Feierabendeis genüsslich verzehren, doch das Objekt der Begierde wandelt sich mit voranschreitender Uhrzeit.

Und unsere Forschung findet schnell ein eindeutiges Lieblingsaccessoire der Tübinger für den Abend: den Alkohol.

Wir finden ihn unter allen Altersgruppen wieder. 

Ob  ein paar „Erstis“ zwischen 19-21 oder ein Paar um die 40, sie alle halten das heißbegehrte Mitbringsel in ihrer Hand.

Viele Gruppen haben ein vielfältiges Equipment dabei. Sie sitzen auf einer Decke, trinken aus Bechern Wein und hören Musik mit kleinen Lautsprechern. Eine Studentin aus der Gruppe, Linda (25) erzählt uns, dass sie und ihre Freunde sich gerade in der Prüfungsvorbereitung befinden und deswegen nur „ein paar Stündchen Ablenkung suchen“.

Gegenüber feiern ein  paar 19 jährige Abiturienten ihr gerade erhaltenes Abitur. Viele von ihnen sind schon stark alkoholisiert, feiern und grölen ausgelassen. Sie sagen uns, dass sie heute Abend noch viel vorhaben werden. Hier wird, wie wir erwartet haben, härterer Alkohol konsumiert.

Durch unsere Forschung kristallisierte sich heraus, dass sich zuerst einmal verschiedene Gründe für das Konsumieren von Alkohol finden ließen. Es wurde getrunken zum reinen Genuss und in kleineren Mengen, wie bei der Studentengruppe, die sich in der Prüfungsvorbereitung  befand oder bei Menschen, die sich zur trauten Zweisamkeit verabredeten.

Dann gab es wiederum Gruppen, die „es krachen lassen wollten“, wie sie uns verrieten. In so einer lauen Sommernacht in Tübingen bleibt keiner allein, auch wenn sich die Plätze langsam leeren, ist alle paar Meter etwas Neues geboten.

So entdecken wir auch Gruppen, die die Neckarbrücke zum „vorglühen“ nutzen, wie es Daniel(20) beschreibt.

 Am Abend wird die Neckarmauer, stärker als die Neckarinsel als Zwischenort verwendet. Er lädt zum Verweilen ein, bis sich dann der Abend zur Nacht wandelt und alle Menschen in verschiedene Richtung ziehen lässt. Die Verfassung und die weiteren Abendaussichten sind so vielfältig wie ihre Besucher. An den beiden Orten kehrt jedoch langsam Ruhe ein und auf ihnen die vergessenen Sommersachen der Menschen.

 Wir entdecken auf unserem Nachhauseweg viele leere Flaschen, ein paar Sonnencremes und sogar eine Sonnenbrille auf einem Liegetuch. Aber so ist das im Sommer, wenn man viel lieber draußen lebt und sparsamer mit Utensilien für den Tag und die Nacht ausgerüstet ist.

Als Bilanz unserer Forschung kann man Alkohol als das Abendaccessoire dieses Sommers bezeichnen. Am meisten Anklang fanden diverse Cocktails und Wein. Es galt wohl die Regel, Hauptsache flüssig und kühl.

 



  1. It‘s quite in here! Why not leave a response?



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