Wer kennt es nicht das Verlangen nach einer dringenden Abkühlung in der heißen Sommerzeit? Was liegt näher als sich im Freibad mit Freunden zu treffen? Sei es spontan nach der Uni oder auch tagelang geplant, das Ziel ist dasselbe: rein ins kalte Nass und danach ab in die Sonne. Doch was nimmt man mit und vor allem, worin nimmt man das alles mit?

Ich beschließe dieser Frage und der Frage nach der weiteren Verwendung der Freibadtasche im Winter nachzugehen. Um den Umfang etwas einzugrenzen beschränke ich mich auf die Generation im Studentenalter, da alles andere den Rahmen deutlich sprengen würde.

Als ich mich das erste Mal ins Freibad aufmache um herauszufinden, welche Tasche zur Freibadtasche wird und die Leute frage, weshalb sie sich für genau DIESE Tasche entschieden haben, ernte ich erstaunte und fragende Blicke. „Darüber habe ich überhaupt nicht nachgedacht“ ist die häufigste Antwort die ich bekomme.  Nach kurzer Bedenkzeit stellen die meisten Frauen fest, dass sie ihre Tasche hauptsächlich wegen ihres Aussehens gewählt haben, ob praktisch oder nicht spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Männer dagegen entscheiden sich meist für den nächstbesten Rucksack, der ihnen in die Finger kommt, hier steht das Praktische also deutlich im Vordergrund.

Aber warum ist die Tasche im Freibad nun eine Sommersache und was passiert mit ihr im Winter?

Auch diese Frage stelle ich an meine Zielgruppe und bin selbst ein wenig über die Reaktionen überrascht, denn es stellt sich tatsächlich heraus, dass die Freibadtasche keinesfalls im Schrank verschwindet, sobald auch die Sonne ihre Wintermütze ausgepackt hat, sondern die Tasche wird für diverse andere „Winterevents“ wie z.B. Thermalbadbesuche wiederverwendet.

Doch was macht die Tasche im Freibad zu einer Sommersache und nicht nur zu einer gewöhnlichen Tasche? Meine Antwort finde ich, als ich die Leute bitte in ihre Taschen hinschauen zu dürfen. Die Freibadtasche wird zu einer Sommersache durch die Gegenstände, die man in ihr transportiert: Bikini, Sonnencreme, Sonnenbrille, Strandhandtuch, Beachvolleyball und noch viele weitere “Sommergegenstände”. Genauso wie sie zu einer Wintersache wird durch die Sachen, die man im Winter in ihr mit sich trägt.Mützen, Handschuhe oder Halsbonbons.

Ich kann also schlussfolgern, dass theoretisch jede Tasche zur „Sommer-“ bzw. zur „Wintersache“ werden kann, alleine durch die Gegenstände, die in ihr transportiert werden. Es ist also egal, ob unsere „Freibadartikel“ nur schnell in die Uni-Tasche geworfen werden oder unser Freibadtrip tagelang geplant ist, die Freibadtasche ist eine Sommersache, weil wir sie durch das Befüllen mit „Sommersachen“ dazu machen. Denn diese Gegenstände und das Freibad an sich sind es, die uns das Sommergefühl geben.

 



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